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Bildungsfahrt des SV Sallern mit Jugendlichen nach Nürnberg

18 neue Sportcoaches / Aktion „Flüchtlinge werden Freunde“ des Stadtjugendrings fördert

Nürnberg / Regensburg. In der sportlichen Jugendarbeit sind ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. Für ein Fest oder eine Fahrt werden Helfer gebraucht oder Co-Trainer für das Kindertraining gesucht. Jugendliche, auch viele junge Flüchtlinge möchten sich gerne freiwillig engagieren und bieten ihre Mithilfe an. Im Verein gibt es viele Aufgaben, die schon Jugendliche erledigen können.

Die Fußballjugend des SV Sallern hatte deshalb die Idee zu einer Fahrt in die Jugendherberge Burg Nürnberg unter dem Motto „Sportcoach“. Dabei soll die Integration von jungen Neuankömmlingen in unsere Gesellschaft ermöglicht werden. „Wir möchten hilfsbereite, junge Leute unterstützen“, so Jugendleiter Detlef Staude mit seinem Betreuerteam Christian Fenzl, Bianca Walter und Nicole Scheuerer. Mit dabei waren neben den 18 Jungs aus Regensburg auch afrikanische, junge Flüchtlinge aus Nürnberg, die im von Andrea Ackermann betreuten Verein ASN Pfeil Phönix Nürnberg aktiv sind. Ackermann ist als Sportkoordinatorin für die Stadt Nürnberg im Bereich der Sportintegration tätig.


Besonders interessant war die politisch-geschichtliche Führung durch die historischen Felsengänge in Nürnberg. Junge Flüchtlinge kennen die Zerstörungen durch Kriege oder Bürgerkriege in ihrer Heimat und bekamen anschaulich erklärt, wie die Stadt Nürnberg vor über 70 Jahren im 2. Weltkrieg zerbombt wurde. In den Felsenkellern, die als Luftschutzbunker dienten, konnten sich damals 50.000 Menschen in Sicherheit bringen.
Im sportpraktischen Teil wurden in drei Gruppen gemeinsam verschiedene Übungs- und Trainingseinheiten erarbeitet und auch durchgeführt – in den Bereichen Laufen, Springen, Fußball und Schwimmen.
Sehr gut angekommen ist der Austausch mit jungen Flüchtlingen aus Nürnberg, die sich ebenfalls schon ehrenamtlich engagieren, beispielsweise bei Sportcamps als Helfer und Co-Trainer. Zwischen den Jugendlichen ergaben sich schnell neue Freundschaften.

Ein Höhepunkt zum Abschluss der Fahrt war schließlich der Besuch des Zweitliga-Spiels 1.FC Nürnberg gegen Union Berlin, das vor 30.000 Zuschauern 2:2 Unentschieden endete. Der „Club“ hatte für die Jugendlichen Freikarten zur Verfügung gestellt.

Untergebracht war die Regensburger Gruppe in der modernen Jugendherberge in der mittelalterlichen Burg im Herzen Nürnbergs. Gewählt wurde auch eine ökologische Anreise mit der Bahn. Nach dem sehr erfolgreichen Wochenende sind weitere gemeinsame Projekte zwischen Nürnberg und Regensburg noch in diesem Jahr vorgesehen. Am 23. September findet in Nürnberg ein Turnier auf dem Club-Trainingsgelände statt. Die Maßnahme wurde gefördert vom Stadtjugendring Regensburg über das Projekt „Flüchtlinge werden Freunde“.

gemeinsames Gruppenfoto beim Training Szene aus einem Trainingsspiel Auf der Burg in der Nürnberger Altstadt 

 

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